Samstag, 4. Januar 2014

Gedanken: Over thinking

Manchmal, wenn man sich zu viele Gedanken macht, dann wird genau das was man befürchtet auch eintreffen. 

Ich habe schlechte Erfahrungen mit einer ungeraden Anzahl von Personen gemacht. Bei solchen Treffen kam ich mir schnell wie das fünfte Rad am Wagen vor (und manchmal war ich es auch).
Hinterher stellte ich mir öfter die Frage: Wäre ich mir auch so überflüssig vorgekommen, wenn ich mir vorher nicht so viele Gedanken darüber gemacht hätte?
Nein, wahrscheinlich nicht (zumindest in den meisten Fällen)
Erst dadurch, dass ich annahm, dass ich wahrscheinlich als fünftes Rad am Wagen daneben sitzen würde, während alle anderen sich sowieso viel besser verstehen würden, viel lieber mögen würden und sich einfach viel besser kennen würden, verhielt ich mich später auch dementsprechend.


Das bedeutet nicht, dass ich mich abweisend verhielt oder so, aber ich habe viel mehr als ich es sowieso schon mache auf Kleinigkeiten geachtet. Darauf beispielsweise wie oft derjenige, der gerade spricht die anderen ansieht und wie oft er mich ansieht. Das mag jetzt übertrieben klingen, aber ja ich habe tatsächlich darauf geachtet.
Wenn ich mir dann eingebildet habe / wenn mir auffiel, dass eine andere Person bevorzugt wurde, dann war der Abend für mich gelaufen und mein Gehirn schaltete auf "Hab ichs dir nicht gesagt?" Modus. 
So liefen bei mir lange Zeit Treffen zu dritt oder zu fünft ab. Je bessere Freunde es von mir waren, desto schlimmer war es für mich. (Ja dazu gehört vielleicht auch, dass ich eifersüchtig bin und ja und das könnte daherkommen, dass ich als Einzelkind Personen einfach nicht gut teilen kann.)
Das was ich vorher so pessimistisch annahm war tatsächlich eingetreten. Eine selbsterfüllende Prophezeiung sozusagen. 
Doch beim letzten Mal, als klar wurde, dass wir zu dritt etwas unternehmen würden habe ich gedacht, das muss aufhören. Also habe ich versucht mir nicht schon im Vorfeld Gedanken über den kommenden Abend zu machen (und wenn ich mich doch dabei ertappte, wie ich darüber nachdachte, dann habe ich mich abgelenkt) und insgesamt positiver an die Sache heranzugehen.
Am Ende des Abends war ich überrascht, wie gut er war. 


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